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Lösemittel
Was sind Lösemittel?
Wie wirken sie auf den Menschen?
Wie kann man Lösemittel messen?
Erhöhte Lösemittelkonzentrationen in der Raumluft sind oftmals durch den charakteristischen "chemischen" Geruch zu erkennen. Zur Ermittlung von erhöhten Konzentrationen sind aufwendige und z.T. sehr kostenintensive Untersuchungen notwendig. Dies hängt u.a. damit zusammen, daß es sich hierum mehrere hundert verschiedene bekannte und unbekannte Substanzen handelt. Vor einer Probenahme sind zunächst die Vorbedingungen zu klären. Für eine gesundheitliche Beurteilung werden meist "worst case" Verhältnisse für die Lüftung gewählt, d.h. der zu prüfende Raum sollte bei normaler Temperatur und Feuchtigkeit vor der Messung mindestens 24 Stunden nicht gelüftet werden. Danach werden bei geschlossenen Fenstern und Türen über mehrere Stunden ca. 500 Liter Luft auf Aktivkohle oder andere Adsorbentien gesaugt. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Anwendung eines sog. Passivsammlers, der ca. 14 Tage in dem belasteten Raum ausgelegt wird und über den Probenahmezeitraum die mittlere Belastung der Raumluft aufnimmt. Im Labor werden die in der Aktivkohle angereicherten Stoffe herausgelöst und mit gaschromatographische und massenspektrometrischen Verfahren analysiert. Liegt eine deutliche Belastung des Wohnraums mit flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) vor, sollte die Quelle ermittelt werden. Für die Quellenermittlung eignet sich die Ausgasung von gezogenen Materialproben. Dazu werden die Proben ca. 1 Woche in einem geschlossenen Glasgefäß aufbewahrt und eine Luftprobe aus dem Gefäß analysiert. Wie werden Lösemittel beurteilt? Grundsätzlich sind Lösemittel in ihren gesundheitlichen Auswirkungen auf den Menschen sehr schwer zu beurteilen, weil sie immer in unterschiedlichen Kombinationen vorkommen und hierfür keine Richtoder Grenzwerte vorliegen. Theoretisch sollte die Innenraumluft nicht schlechter sein als die Außenluft, aber diese Forderung ist im Normalfall sicherlich nicht einzuhalten. Maximale Arbeitsplatzkonzentrationen (MAK Werte) sind zur Beurteilung nicht geeignet und bieten keinen Schutz vor chemischen Belastungen in Wohnungen oder Büros. Sie wurden für Einzelsubstanzen aufgestellt und gelten nur für arbeitsschutzrechtlich kontrollierte Arbeitsräume. Sie liegen um etwa das 1000 fache gegenüber Vorsorgewerten in sonstigen Innenräumen zu hoch. Hinzu kommt, daß gleichzeitig auftretende Stoffe nicht nur in der Summe wirken, sondern sich auch gleichzeitig in der Wirkung potenzieren können (Interaktion). Bei allen Bewertungen ist zu beachten, daß auch Säuglinge, Schwangere, Kranke oder sonst sensibilisierte Personen in Innenräumen zuverlässig geschützt werden müssen. Zum Vergleich werden oftmals die Werte aus einer Untersuchung des Bundesgesundheitsamtes herangezogen, die 1985 in ca. 500 Wohnungen durchgeführt wurde. Damit kann allerdings nur festgestellt werden, ob eine "auffällige" Belastung vorhanden ist, d.h. ob die gemessene Konzentration über dem 90% Percentil Wert der BGA Liste liegt. Bei einer gesundheitlichen Bewertung ist auch zu beachten, ob möglicherweise eine Sensibilisierung eingetreten ist, da in den ersten Tagen und Wochen nach erfolgten Baumaßnahmen sicherlich die höchsten Werte auftreten. Als Vorsorgemaßnahme sollten Innenräume nach dem Einsatz von lösemittelhaltigen Baumaterialien mindestens sechs Wochen gut gelüftet und möglichst nicht genutzt werden! Als Zielwert (Konzentration in pg/m') werden von der UMWELTAMBULANZ folgende Lösemittelkonzentrationen für die Innenraumluft empfohlen:
Die o.g. Werte gelten nicht für Einzelsubstanzen mit besonderem Gefährdungspotential. Wie kann eine Sanierung durchgeführt werden? Die erfolgversprechendste
Methode der Sanierung ist das Entfernen sämtlicher relevanten Welche Alternativen zu Lösemittel gibt es? Der wirkungsvollste
Effekt zum Schutz der Gesundheit kann durch den generellen Verzicht
auf Oftmals ist der Verzicht auf Kunststoffmaterialien (z.B. Vinyltapeten) nicht nur gesünder, sondern auch kostensparend! Insbesondere PVC Produkte sollten aufgrund ihrer Weichmacheranteile und der gesamten Umweltproblematik gemieden werden. Achtung:
Sicherheitsdatenblätter liefern Fachdaten für Industrie und
Gewerbe, erlauben aber keine |
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